Fragen ?

Die Beliebtheit der Paso Finos wächst ständig. Ihre Besitzer lieben sie aufgrund des superweichen Tölts, ihrer Sensibilität, ihrer Leichtrittigkeit, ihrer Schönheit, ihrer Menschenbezogenheit und ihres noblen Charakters und wünschen sich nie wieder ein anderes Pferd.
Aber bis es soweit ist, durchläuft jeder Fino-Enthusiast verschiedene Stationen. Wir haben hier mal die wichtigsten und am häufigsten gestellten Fragen zusammengetragen, die den Internet-Nutzer sicherlich interessieren werden.

1. Warum ist der Paso Fino so klein?
Der Paso Fino hat ein Stockmaß von 1,40 bis 1,55 cm. Diese Größe deckt fast jeden Reiter ab, es ist vorrangig eine Frage der Optik. In den Ursprungsländern und den USA reiten „gestandene Mannsbilder „ diese Pferde.

2. Der Paso Fino hat so dünne Beine und kleine Hufe, kann der mich überhaupt auf langen Strecken tragen?
Der Paso Fino hat eine  unglaublich starke Tragfähigkeit und Robustheit. Dazu trägt auch seine extrem hohe Knochendichte bei. (Untersuchung von Dr. Bennett, USA)

3. Der Paso Fino macht einen hektischen Eindruck.
Solange man noch keinen Paso Fino geritten hat, kann dieser Eindruck sehr wohl entstehen. Da  im Tölt die Beine einzeln nacheinander aufgesetzt werden, nimmt man schon mal die doppelte Bewegung wahr als im Trab. Dazu ist der Paso Fino noch mit einer besonderen „Quickness“ ausgestattet, d.h. er hat eine sehr hohe Frequenz. Das hat seinen Grund. In unwegsamen Gelände und in steilen Regionen ist er extrem trittsicher, denn je schneller die Beine vom Boden abheben und wieder aufgesetzt werden, desto weniger rutscht das Pferd. (versuchen Sie mal bei Glatteis mit hochweiten Bewegungen vorwärts zu kommen. Garantiert machen sie eher kurze aber schnellere Schritte. Oder wie ist es beim Bergabgehen im Gebirge?? Probieren Sie es aus!) Damit wären wir schon bei der nächsten Frage:

4. Warum macht der Paso Fino so kurze Schritte?
Damit er auch im extremen Gelände so trittsicher wie möglich ist. (bei Ausritten mit Interessierten haben wir schon manchmal folgenden Satz gehört: „da könnte ich aber mit meinem Pferd nicht hinunterreiten“.) Damit der Fino aber trotz kürzerer Schritte gut vorwärts kommt, bewegt er die Beine etwas schneller. Paso Finos im Pleasure und im Performance Typ erreichen somit im Corto ein ausgewogenes mittleres Tempo von 12 bis 15km/Std.. Ein optimales Ausritt- und Wanderreittempo.

5. Wie lange hält der Fino den Tölt durch?
Ein einigermaßen trainiertes und konditioniertes Pferd hält den Tölt über Stunden. (In Kolumbien z. Bsp. reitet man so gut wie nie Schritt. Dort wird generell getöltet. Man hat in den USA mit Paso Finos schon an 160km Distanzritten teilgenommen. Diese waren immer in der Wertung und Ihre Reiter haben sich auf jeden Fall so bequem wie möglich fortbewegt.)

6. Ist der Paso Fino nicht zu temperamentvoll?
Sicherlich sind Paso Finos temperamentvolle, hoch im Blut stehende Pferde. Allerdings ist der Paso Fino sehr menschenbezogen und aufgrund seiner Sensibilität sehr fein zu reiten, so dass sich die Pferde ohne Probleme bei entsprechender Ausbildung jederzeit kontrollieren lassen. Im Gegenteil, es gibt kaum so temperamentvolle Pferd, die so fein und leicht zu reiten sind. Außerdem gibt es auch unter den Paso Finos Pferde mit weniger Temperament, so dass sich für jeden Reiter ein passendes Pferd finden lässt.

7. Ist die Reitweise nicht sehr speziell?
Ca. 80% aller „Neulinge“ (Reiter aber ohne Tölterfahrung) haben nach dem zweiten bis dritten Testritt den „Dreh“ raus. Voraussetzung dafür ist natürlich ein gut trainiertes Pferd und die Bereitschaft des Reiters, sich auf eine etwas andere Reitweise einzulassen. Die Fino Reitweise ist eine Impulsreiterei und viele Hilfen sind ähnlich der Westernreiterei.

8. Sollte sich ein Anfänger einen Fino kaufen?
Das hängt natürlich von sehr vielen Faktoren ab. Auf jeden Fall muß der Anfänger Unterricht nehmen. Und er braucht das passende Pferd. Beispiele aus der Vergangenheit  zeigen, dass es klappt, wenn die entsprechenden Vorbedingungen erfüllt sind.

9. Kann der Paso Fino auch etwas anderes als nur Tölten?
Da der Paso Fino den Tölt aus dem Trab entwickelt, gibt es viele Pferde, die sich bei entsprechender Ausbildung mehrgängig reiten lassen. Die meisten Paso Finos verfügen zudem über einen ausgesprochen guten und bequemen Galopp, so dass man hier auf nichts verzichten muss. Im Gegenteil,  man wird überrascht sein, wie vielfältig der Paso Fino eingesetzt werden kann.

10. Der Schweif wird so seltsam getragen!
Die Paso Finos sollen ihren Schweif wie eine Fahne tragen. Sie sind die einzige Rasse, die dieses Zuchtziel hat.

Sicherlich hat der Einzelne noch jede Menge weiterer Fragen. Schreiben Sie uns eine Mail, wir beantworten sie gerne. Und noch eine Bitte: Hören Sie nicht auf die vielen Gerüchte, die um den Paso Fino kreisen (es gibt so viele Halbwahrheiten), sondern überzeugen Sie sich selbst. Ein Proberitt wird Ihnen eines der tollsten Reiterlebnisse bescheren. Rufen Sie uns an. Wir sind freuen uns auf Sie und sind für Sie da!